Von jeher ist die Tulpe die Nummer Eins unter den Zwiebelblumen. In der Top-Ten-Liste der Schnittblumen steht die Tulpe auf dem dritten Platz, nach
dem gemischten Strauß und der Rose.
Auch im Garten ist die Tulpe ein gern gesehener Gast. Das beweisen die Exportzahlen, denn ein Drittel des Blumenzwiebelexports geht auf das Konto der Tulpe. Die Vielfalt der verschiedenen Sorten, die am Markt erhältlich sind, ist groß: Inzwischen sind über 3.000 Varietäten registriert. Etwa hundert Sorten werden in großem Umfang gehandelt. Im Übrigen lassen sich bei der Tulpe verschiedene Gruppen unterscheiden, je nach Form und Blütezeit, wie zum Beispiel einfach blühende und gefüllte Tulpen, Papagei-Tulpen und lilienblütige Tulpen. Außerdem gibt es noch eine Gruppe botanischer Tulpen und die dazugehörigen Varietäten. Die Tulpe ist eine typische Frühjahrsblume. Damit sie im Frühjahr erblühen kann, muss sie im Herbst gepflanzt werden.
Und sie heißt …
Eine neue Zwiebelblume zu finden ist eine sehr zeitaufwendige Angelegenheit. Ein ausgeklügeltes Programm von Kreuzungen führt nach mindestens 10 Jahren, manchmal gar erst nach 20 Jahren, zur Einführung einer neuen Sorte. In dieser Zeit werden mögliche Neulinge immer wieder strengsten Auswahlverfahren unterworfen. Um erfolgreich zu sein, muss eine Zwiebelblume eine Verbesserung und Ergänzung des vorhandenen Angebots darstellen. Tests beweisen, ob das Erzeugnis die erforderliche Qualität besitzt. Wenn eine Zwiebelblume alle Vorrunden gut überstanden hat, ist sie reif für die Einführung am Markt. Dazu gehört natürlich auch ein ansprechender Name, der gut zum Produkt passt. Das kann zum Beispiel der Name einer berühmten Person wie Hillary Clinton oder Rembrandt sein. Aber mindestens genauso oft bekommt die Blume einen Namen, der sich auf ihre Form und Farbe bezieht, wie die geflammte Papagei-Tulpe 'Flaming Parrot’ oder die fröhliche Dahlie 'Autumn Fairy’. Eine neue Sorte erhält ihren Namen offiziell bei ihrer Taufe. Dazu wird die Blume mit Champagner begossen und die Anwesenden bringen einen Trinkspruch auf die Zukunft der neuen Sorte aus. Diese Handlung soll den Erfolg sozusagen besiegeln.
Schwarze Tulpe: Das Geheimnis ist enträtselt
Im 16. Jahrhundert kam die Tulpe aus Zentralasien in die Niederlande. Danach entwickelte sich diese Zwiebelblume zu einem nationalen Symbol für die kleine Handelsnation an der Nordsee. Züchter, Gärtner, Händler und Konsumenten haben hauptsächlich Interesse an neuen, exklusive Sorten. Vor allem die schwarze Tulpe fasziniert viele. Lesen Sie weiter unter Menüpunkt Arbeitsleitfaden »..