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Ihre Eltern haben einen Betrieb in der Züchtung, Treiberei und Kultur von Tulpen. Helena Ligthart wuchs zwischen den Blumenzwiebeln auf. Die Liebe zum Fach kommt aber manchmal erst später. „Bis ich 13 war, fand ich alles grässlich.“ Aber kurz danach änderte sie ihre Meinung und wechselte von der Mittelschule zur Gartenbauschule. Und dann möchte sie, zusammen mit ihrem Bruder, den Betrieb ihrer Eltern übernehmen.
„Ich kann gut lernen und der Beruf als Rechnungsprüferin erschien mir recht interessant. Deshalb entschied ich mich für die Mittelschule. Zu Hause arbeiten fand ich schrecklich. Aber man konnte prima Geld mit dieser Tätigkeit verdienen, also machte ich mich an die Arbeit. Als ich vierzehn war, mochte ich die Arbeit ganz gern.“ Helena arbeitete immer öfter im Betrieb, auch dann, wenn sie sich eigentlich mit ihren Büchern beschäftigen sollte. „Eines Tages radelte ich nach Hause und dabei dachte ich mir: Ich will im Betrieb wirklich mitmachen. Also bin ich von der Mittelschule auf die Gartenbauschule umgesattelt. Ich bin jetzt im vierten Studienjahr.“ Von Anfang an fühlte sie sich in ihrer neuen Schule wohl. „Und ich bin das einzige Mädchen. Aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Ich arbeite gern mit Männern zusammen, da fühle ich mich so richtig wohl.“
Etwas Spezielles bieten
Nach Beendigung der Gartenbauschule, im Sommer 2004, beginnt Helena in Den Bosch die vierjährige Lehrerausbildung an der STOAS. „Ich möchte noch nicht ganztags im Familienbetrieb arbeiten, schließlich bin ich noch ziemlich jung. Außerdem erscheint mir die Kombination Lehrerin und Arbeit im Betrieb sehr ansprechend.“ Helena sieht in dieser Kombination verschiedene Vorteile. „Eine Lehrerin, die mit beiden Beinen in der Praxis steht, kann ihren Schülern etwas Besonderes und Spezielles bieten. Man bleibt schließlich in seinem Fach immer auf der Höhe, kennt die neuesten Entwicklungen. Gleichzeitig sorgen die Schüler dafür, dass man immer up to date ist. Man bleibt breit orientiert und vermeidet Schmalspurdenken."

Das ganz Besondere an der Blumenzwiebelbranche ist für Helena die Kombination verschiedener Faktoren. „Die Arbeit ist recht abwechslungsreich. Ständig werden neue Sorten auf den Markt gebracht und die Branche entwickelt sich immer weiter. Außerdem ist der Sektor sehr international. Ich habe zum Beispiel bei einer Gärtnerei und Treiberei in der Nähe von Neuss und bei einer Treiberei in Oregon in Amerika ein Praktikum gemacht." Helena hat vollstes Vertrauen in die Zukunft der Blumenzwiebelbranche. „Die Leute werden immer Blumen und Pflanzen kaufen.“ Über ihre eigene Zukunft sagt sie: „Die ist hier, im Familienbetrieb. Ich werde mich hauptsächlich mit der Organisation beschäftigen, die liegt mir am meisten: Am Ende hoffe ich, den Betrieb, zusammen mit meinem Bruder Kees, zu übernehmen. Aber so weit ist es noch lange nicht. Meine Eltern sind noch jung und mögen ihre Arbeit viel zu sehr, als dass sie schon damit aufhören möchten.“ |
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