International Flower Bulb Centre - Flower Bulb Power Education
  Thema: Die schwarze Tulpe

Im 16. Jahrhundert kommt die Tulpe aus Zentralasien in die Niederlande. Danach entwickelt sich diese Zwiebelblume zu einem nationalen Symbol für die kleine Handelsnation an der Nordsee. Züchter, Gärtner, Händler und Konsumenten haben hauptsächlich Interesse an neuen, exklusiven Sorten. Vor allem die schwarze Tulpe fasziniert viele. Alexandre Dumas beschreibt in seinem Roman 'La Tulipe Noire' (Die schwarze Tulpe), wie Cornelius van Baerle die schwarze Tulpe findet. Eine mitreißende Erzählung, die viele inspiriert. So bringt der niederländische Züchter Krelage 1891 eine Tulpe mit dem Namen ‚La tulipe noire’ auf den Markt. Die Farbe dieser Tulpe ist aber eher violett als schwarz. Variationen dieses Themas folgen, dabei hört man so verheißungsvolle Namen wie 'Black Parrot', 'Black Beauty' und 'Black Pearl'. 1895 präsentiert Grullemans die 'Queen of Night’. Aber keine dieser Sorten ist wirklich schwarz. Eine völlig schwarze Tulpe kann es einfach nicht geben, daran zweifeln die Fachleute inzwischen nicht mehr. Etwa Mitte der Achtzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts versuchte der Züchter und Blumenzwiebelgärtner Geert Jan Hageman das Gegenteil zu beweisen. Auch er hatte das Buch von Dumas gelesen und war in den Bann der geheimnisvollen schwarzen Tulpe geraten. Nach einer langen und intensiven Züchtungsphase hatte er schließlich eine fast schwarze Tulpe. Die für ihn so einzigartige Zwiebelblume ist aus einer Kreuzung zwischen zwei Sorten entstanden. 'Wienerwald' und 'Queen of Night'. Hagemans Traum ging in Erfüllung.

Interessante Fragen:
Wie vermehrt sich eine Tulpe?
Wie funktioniert die Züchtung neuer Sorten eigentlich?
Wie lange dauert es, bis eine neue Sorte entwickelt ist?

Quellen:
www.bulbsonline.org
www.museumdezwartetulp.nl
www.literature.org/authors/dumas-alexandre/the-black-tulip/

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